Im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) untersucht das Forschungsprojekt „Wirtschaftlichkeitsuntersuchung zur Anwendung der BIM-Methode“ erstmals systematisch, ob und in welchem Umfang sich der Einsatz von Building Information Modeling (BIM) bei Infrastrukturprojekten wirtschaftlich auszahlt. Durchgeführt wird die Untersuchung vom Institut für Baumanagement, Digitales Bauen und Robotik im Bauwesen der RWTH Aachen. Grundlage sind unter anderem Daten aus historischen Projekten der DEGES.
Für die Analyse im ersten Arbeitspaket wurden aus rund 2.500 Datensätzen 28 Projekte ausgewählt, für die vollständige Angaben zu Kostenentwicklungen und deren Ursachen vorlagen. Die Ergebnisse zeigen ein durchschnittliches Einsparpotenzial bei den Baukosten von rund fünf Prozent. Damit liegt der ermittelte Wert innerhalb der im Masterplan BIM Bundesfernstraßen angenommenen Spanne von drei bis sechs Prozent. Den BIM-spezifischen Investitionen steht laut Untersuchung ein Wirtschaftlichkeitsfaktor von knapp 1:20 gegenüber. Zugleich unterstreichen die Ergebnisse die Bedeutung einer strukturierten und verlässlichen Datengrundlage, um den Nutzen digitaler Arbeitsmethoden belastbar bewerten zu können.
Die nun folgenden Arbeitspakete 2 und 3 knüpfen an diese Ergebnisse an. Im Rahmen der weiteren Forschungsarbeit soll eine Kennzahlensystematik entwickelt und erprobt werden, mit der sich die Wirksamkeit von BIM künftig kontinuierlich im Projektverlauf erfassen und bewerten lässt.