Die Erstellung des Masterplans Digitaler Zwilling Bundesfernstraßen hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Der von der Erstellergruppe mit dem Auftraggeber abgestimmte Entwurf liegt jetzt vor. Seit Anfang August läuft die Reviewphase mit Vertreterinnen und Vertretern der Fachcommunity.
Unter Leitung der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) hat die Projektgruppe den Entwurf erarbeitet und mit der Lenkungsgruppe im Bundesministerium für Verkehr (BMV) abgestimmt. In der Projektgruppe arbeiten die Autobahn GmbH des Bundes, BIM.Hamburg, die DEGES, das Fernstraßen-Bundesamt (FBA) sowie Vertreterinnen und Vertreter der Länder Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz zusammen.
Für die Reviewphase wurde der Entwurf an eine breite Gruppe von Fachleuten übermittelt. Eingeladen wurden insbesondere Akteure, die bereits an früheren Initiativen zu Digitalen Zwillingen der Bundesfernstraßeninfrastruktur mitgewirkt haben oder zu den künftigen Adressaten des Masterplans gehören. Bis Mitte September können sie ihre Hinweise und Kommentare an die Leitung der Projektgruppe bei der BASt übermitteln.
Die Arbeiten am Masterplan laufen seit März 2026. Bis Ende 2026 soll er vorliegen. Der Entwurf knüpft an bestehende Arbeiten und Initiativen an. Dazu zählen unter anderem das „Rahmendokument Digitaler Zwilling Bundesfernstraßen – Definition und Konzeption“, der Beitrag „Digitaler Zwilling von Brücken“ sowie der „Strategieplan Digitaler Zwilling“. Zugleich führt der Masterplan das im Masterplan BIM Bundesfernstraßen formulierte Zukunftsbild fort.
Der Masterplan zeigt auf, welchen Mehrwert Digitale Zwillinge für die Bundesfernstraßen bieten können und welche strategischen Schwerpunkte für ihren Aufbau und Einsatz wichtig sind. Er soll insbesondere Infrastrukturbetreibenden einen gemeinsamen Orientierungsrahmen geben. Ziel ist es, digitale Potenziale besser zu nutzen, den Herausforderungen einer alternden Infrastruktur zu begegnen und vorhandene Ressourcen effizienter einzusetzen.