Zwei Themen, eine Veranstaltung – über 1.000 Teilnehmende. Beim „Dialogforum Bundesfernstraßen Digital - BIM und Digitaler Zwilling" am 27. März 2026 in Berlin und online gab es anregende Impulse zum Übergang von BIM in den Regelprozess und zum weiteren Vorgehen bei der Erstellung des Masterplans Digitaler Zwilling Bundesfernstraßen. Elf Dialoginseln vor Ort und 16 Dialoginseln online gaben Einblick in laufende Projekte, neue Ideen und bisherige Erfahrungen – und boten viel Gelegenheit zum Austausch.
Stand: 20. März 2026
In der Plenums-Session am Vormittag stand das Thema „BIM im Regelprozess“ im Fokus. Der Mitschnitt umfasst das Grußwort von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, den Impuls von Steffen Müller, Leiter der Unterabteilung Straßen- und Ingenieurbau im Bundesministerium für Verkehr, zum Übergang von BIM in den Regelprozess sowie die anschließende Plenumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Bund, Ländern und aus der Wirtschaft.
Im Mittelpunkt stehen die Fragen: Wo steht die Umsetzung von BIM heute? Welche Erfahrungen wurden gesammelt – und welche weiteren Schritte sind erforderlich?
Impulsvortrag von MDirig Steffen Müller, Leiter der Unterabteilung Straßen- und Ingenieurbau im Bundesministerium für Verkehr
Impulsvortrag von Claudia Oberheim, Leiterin Referat StB 27 im Bundesministerium für Verkehr
Am Nachmittag ging es um die aktuellen Entwicklungen beim Digitalen Zwilling Bundesfernstraßen. In ihrem Impulsvortrag erläuterte Claudia Oberheim, Leiterin des Referates StB 27 Straßenverkehrstelematik, Rastanlagen, Digitalisierung und IT im Straßenbau im Bundesministerium für Verkehr, das Zielbild sowie das weitere Vorgehen bei der Erstellung des Masterplans Digitaler Zwilling Bundesfernstraßen. In der anschließenden Diskussion tauschten sich Vertreterinnen und Vertreter vom Bund, aus den Ländern sowie aus weiteren Organisationen zu Herausforderungen und Potenzialen des Digitalen Zwillings aus und beantworteten die Fragen der Teilnehmenden vor Ort und online.
Hier finden Sie die Fragen zum Digitalen Zwilling, die während der Veranstaltung aus Zeitgründen nicht beantwortet werden konnten. Die in der Diskussion beantworteten Fragen können Sie im Mitschnitt nachverfolgen.
Ja, die Langzeitnutzbarkeit wird im Entwicklungsprozess mitgedacht, indem Daten standardisiert und möglichst offen, semantisch eindeutig und über klare Data-Governance (Rollen, Verantwortlichkeiten, Pflegeprozesse) abgesichert werden.
Der Digitale Zwilling Bundesfernstraßen entfaltet sich perspektivisch als zentrales Element einer digitalen Infrastruktur sowie eines digitalen Lebenszyklusmanagements. Für den übergreifenden Entwicklungsprozess „Digitaler Zwilling Bundesfernstraßen“ wird aufbauend aus den geschaffenen Strukturen zur Umsetzung des Masterplans BIM Bundesfernstraßen auf Bund Länder Ebene eine zentrale Koordinierungs und Steuerungsstruktur eingerichtet bzw. fortgeführt.
Der Digitale Zwilling soll es ermöglichen, mit den vorhandenen Mitteln effizienter zu planen, datenbasierter zu entscheiden und vorausschauender (prädiktiver) zu handeln.
Ja, der Masterplan sieht vor, dass bundeseinheitliche Standards entwickelt und veröffentlicht werden, und dass dafür unter anderem Informationsanforderungen sowie Objekt- und Merkmalsdatenbanken als Grundlage dienen. Eine explizite Festlegung „gemäß ISO 16739“ wurde noch nicht getroffen.